Schwangerschaft

Erfahren Sie hier alles wichtige über das Schwangersein
Falls Sie tiefergehende Fragen oder Anmerkungen haben, zögern Sie bitte nicht, uns telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren.
Ultraschalluntersuchungen (auch Sonographien genannt) sind seit den 90iger Jahren fester Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien. Dadurch können viele Auffälligkeiten und Probleme erkannt werden und auch das „Sichtbarmachen“ des Kindes für die Eltern wird durch diese Technik möglich.
Die Anwendung der Sonographie in der Schwangerschaft ist durch den Gesetzgeber klar geregelt.
Durch die Krankenkassen sind in den Mutterschaftsrichtlinien nur 3 Ultraschalluntersuchungen vorgesehen:
zwischen der 9.-12. SSW,
zwischen der 19.-22. SSW (der sogenannte Organultraschall – die wichtigste der 3 Untersuchungen) und
zwischen der 29.-32. SSW.
Unter besonderen Umständen, Erkrankungen der Mutter und/oder Auffälligkeiten bei Ihrem Ungeborenen werden Ihnen weitere Untersuchungen angeboten. Näheres dazu finden Sie hier:
Ab dem 01.01.2021 wurde das sogenannte „Baby-Fernsehen“ verboten.
Nach der seit 31.12.2018 gültigen „Verordnung zum Schutz vor schädlicher Wirkung ionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen“ sind Ultraschall-Anwendungen an einer schwangeren Frau zu nicht-medizinischen Zwecken nicht mehr erlaubt. Darunter fällt auch das „Baby-Fernsehen“, also die reine Bildgebung am Fötus, ohne dass eine ärztliche Indikation gestellt wurde.
(Strahlenschutzverordnung Artikel 4 §10)
Bestehen jedoch Ihrerseits Ängste, dass mit Ihrem Ungeborenen etwas nicht in Ordnung sein könnte und Sie wünschen eine zusätzliche (über die 3 von den Krankenkassen vorgesehenen) Ultraschall- Untersuchungen, ist diese nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung und muss privat bezahlt werden. In diesem Zusammenhang kann auch eine 3D/4D-Darstellung Ihres Kindes erfolgen.
Diese Untersuchung wird dann nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) mit dem GOP (Gebührenordnungspunkt) 415: „Ultraschall in der Schwangerschaft“ abgerechnet. Den aktuellen Preis für diese zusätzliche Untersuchung, die wir gerne am Ende einer Sprechstunde anbieten, erkundigen Sie sich bitte in der Praxis.
Ich bin schwanger. Warum wird allen schwangeren Frauen ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes angeboten?
Die wichtigsten Informationen:
- Bei einem Schwangerschaftsdiabetes sind die Blutzuckerwerte erhöht. Damit nimmt das Risiko für bestimmte seltene Geburtskomplikationen zu. Das Risiko kann aber meist schon durch eine Umstellung der Ernährung wieder normalisiert werden.
- Wenn Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wird, eröffnet dies die Möglichkeit, selbst etwas dagegen zu tun.
- Die weitaus meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes haben eine ansonsten normale Schwangerschaft und bringen ein gesundes Kind zur Welt.
- Schwangerschaftsdiabetes bedeutet nicht, dass Sie dauerhaft zuckerkrank sind (Diabetes Typ I oder Typ II).
Was ist Schwangerschaftsdiabetes?
Bei den meisten Frauen bleiben die Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft normal. Wenn der Blutzucker während der Schwangerschaft jedoch bestimmte Werte übersteigt, sprechen Fachleute von Schwangerschaftsdiabetes. Sehr hohe Blutzuckerwerte können ein Zeichen sein, dass eine Frau schon vor der Schwangerschaft einen Diabetes aufwies, ohne davon zu wissen. Diesen Frauen wird eine besondere Betreuung angeboten, über die Ärztinnen und Ärzte dann informieren.
Erhöhte Blutzuckerwerte treten häufiger bei Frauen mit starkem Übergewicht, mit Verwandten mit Diabetes oder einem früheren Schwangerschaftsdiabetes auf, werden aber auch teilweise bei sehr schlanken, jüngeren Frauen ohne Diabetesvorgeschichte nachgewiesen.
Welche Folgen kann ein Schwangerschaftsdiabetes haben?
- gehäufte Harnwegsinfektionen und Infektionen der Vagina
- erhöhte Fruchwassermenge und dadurch vorzeitige Wehen, die das Risiko für eine Frühgeburt erhöhen
- Präeklampsie, die sowohl Mutter und Kind schwer schaden kann
- Geburtsverletzungen bei Mutter und Kind durch das erhöhte Geburtsgewicht des Kindes. Kinder von Müttern mit unerkannter Schwangerschaftsdiabetes wiegen oft über 4000g bei der Geburt. Eine gefürchtete Geburtskomplikation ist die Schulterdystokie. Dabei verhakt sich die Schulter des Kindes nach der Geburt des Köpfchens hinter dem Schambein der Mutter (Symphyse) und muss durch Ärzte und Hebammen sofort manuell gelöst werden.
- Deutlich erhöhte Rate von Kaiserschnittsentbindungen
- Anpassungsstörungen des Neugeborenen nach der Geburt
- Höheres Risiko für Depressionen
Durch die Kenntnis und Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes treten diese Komplikationen deutlich seltener auf.
Wie wird Schwangerschaftsdiabetes festgestellt?
Die beste Methode, einen Schwangerschaftsdiabetes festzustellen, ist ein Zuckertest (Glucosebelastungstest). Der Test misst, wie der Körper auf eine größere Menge Traubenzucker (Glucose) reagiert. Für die Mutter und das Baby bringt der Test keine Risiken mit sich, aber manche Frauen empfinden die süße Flüssigkeit als unangenehm.
Der Zuckertest wird zwischen der 24. - 27. Schwangerschaftswoche angeboten. Wenn Sie sich dafür entscheiden, machen Sie zunächst einen Vortest, bei dem Sie ein Glas Wasser mit 50g Zucker trinken. Für diesen Vortest müssen Sie nicht nüchtern sein. Nach einer Stunde wird Ihnen Blut aus einer Armvene abgenommen und die Höhe des Blutzuckers bestimmt. Liegt der Wert unter 7,5 mmol/l ist das Ergebnis unauffällig und der Test beendet.
Wird im Vortest ein erhöhter Wert gefunden, ist das noch keine Diagnose. Der Vortest dient dazu, die Frauen zu erkennen, denen dann ein zweiter entscheidender Zuckertest angeboten wird. Dieser zweite Test ist aufwendiger und wird Ihnen dann später erläutert.
Das Ergebnis wird im Mutterpass dokumentiert. Die Kosten beider Tests werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Wie kann ein Schwangerschaftsdiabetes behandelt werden?
Meist kann der erhöhte Blutzucker alleine durch ein Umstellung der Ernährung und mehr Bewegung ausreichend gesenkt werden. Betroffene Frauen erhalten dazu eine spezielle Beratung. Nur wenige Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes haben so anhaltend hohe Zuckerwerte, dass sie Insulin spritzen sollten.
Nach der Geburt wird Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes ein erneuter Zuckertest angeboten, um sicher zu sein, dass sich die Blutzuckerwerte wieder normalisiert haben. Dann ist keine weitere Behandlung erforderlich. Allerdings entwickeln Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes später im Leben häufiger einen Typ-2-Diabetes.
Der Umgang mit der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes
Die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes kommt oft aus heiterem Himmel. Es sind ja keine Beschwerden spürbar. Die Sorge um das Wohlbefinden des Kindes und um die eigene Gesundheit kann die Schwangerschaft belasten. Auch die zur Behandlung gehörenden Umstellungen sind anfangs gewöhnungsbedürftig. Sie können aber schnell zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags werden. Und es ist wichtig, eines nicht aus dem Blick zu verlieren: Mit behandeltem Schwangerschaftsdiabetes kommen die meisten Kinder gesund zur Welt.
Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch Parasiten verbreitet wird und auch in unserer Region häufig vorkommt. Dieser Parasit wird hauptsächlich durch Katzenkot (nicht durch Streicheln oder einfaches Berühren einer Katze) übertragen. Eine frisch infizierte Katze scheidet diesen Erreger nur im Kot aus. Diese sehr widerstandsfähige Form des Parasiten kann dann z.B. mit Staub und Wind verbreitet werden und bildet nach oraler Aufnahme die wichtigste Infektionsquelle für Säugetiere aller Art, v.a. für Schlachttiere. Das zystenhaltige Fleisch infizierter Schlachttiere stellt deswegen eine weitere wichtige Infektionsquelle für den Menschen dar, allerdings nur, wenn es roh verzehrt wird (z.B. Hackepeter, noch blutige Steaks).
Die Toxoplasma-Infektion verläuft in der Regel ohne oder nur mit geringfügigen oder uncharakteristischen grippalen Symptomen. Eine besondere Bedeutung besitzt die Infektion jedoch für Schwangere, da bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft eine intrauterine Übertragung des Parasiten auf den Fetus möglich ist. Dabei ist die Infektion des Kindes umso wahrscheinlicher, je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist.
Beim ungeborenen Kind kann es zu verschiedenen Schädigungen kommen, wie Veränderungen an den Augen, Verkalkungen in verschiedenen Bereichen des Gehirns oder zur Ausbildung eines Wasserkopfes.
Aufgrund dieser Tatsache und der relativen Häufigkeit der Infektion stellt eine Untersuchung auf Toxoplasmose eine sinnvolle Ergänzung der Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft dar, die jedoch nicht in den vorgeschriebenen Richtlinien der Mutterschaftsvorsorge enthalten ist und deshalb von den Krankenkassen nur bei begründetem Verdacht bezahlt wird. Frauen ohne Immunität oder ohne bekannten Immunstatus sollten möglichst frühzeitig während einer Schwangerschaft untersucht werden.
Dafür wird ein einfacher Bluttest durchgeführt, bei dem festgestellt wird, ob eine Immunität vorliegt, d.h. ob Sie vor der Schwangerschaft schon einmal an Toxoplasmose erkrankt waren, diese Erkrankung deshalb nicht noch einmal bekommen und damit auch nicht auf Ihr Kind übertragen können.
Windpocken (Varizellen) sind in der Schwangerschaft sehr selten. Wenn aber eine werdende Mutter in ihrem bisherigen Leben weder eine Windpocken-Infektion durchgemacht, noch eine Impfung dagegen erhalten hat, und sich nun in der Schwangerschaft erstmals damit infiziert, führt dies in ca. 25% auch zu einer kindlichen Infektion. Die Auswirkungen auf den Feten reichen dabei von einer asymptomatischen Infektion bis zum Absterben der Frucht. Kindliche Fehlbildungen, als fetales Varizellen-Syndrom bezeichnet, werden in ca. 12 % der infizierten Feten beobachtet. Darunter werden schwere Hautveränderungen, Augenerkrankungen, neurologische Defekte und Skelettfehlbildungen zusammengefasst.
Aber auch für Sie als Schwangere kann eine Windpockeninfektion eine sehr schwere bis lebens-bedrohliche Erkrankung darstellen. Viele Erwachsene erkranken an einer Varizellen-Lungen-entzündung, davon versterben ca. 20 %!
Um jegliches Risiko zu vermeiden, sollte jede Frau, die sich ein Kind wünscht, wissen, ob sie gegen Windpocken immun ist, d.h. ob sie Varizellen-Antikörper aufweist. Wenn sie nicht gegen Windpocken geschützt ist und in der Schwangerschaft mit Windpocken in Kontakt kommt, hat der Arzt 72 Stunden Zeit, ein Immunglobulin zu spritzen, das die Infektion aufhalten kann.
72 Stunden (3Tage) sind nicht viel Zeit, wenn man erst den Antikörperstatus überprüfen und dann das Immunserum (das nicht in den Apotheken vorrätig ist) bestellen muss!
Deshalb empfehlen wir allen Frauen vor einer geplanten Schwangerschaft, wenn Sie sich nicht 100%ig sicher sind, die Windpockeninfektion durchgemacht zu haben, den Antikörper-Titer überprüfen zu lassen. Bei nicht vorhandener Immunität kann jede Frau kostenlos gegen Varizellen geimpft werden und somit für die Schwangerschaft einen sicheren Schutz aufbauen. Allerdings sollte man nach dieser Impfung mindestens 3 Monate nicht schwanger werden!
Auch wenn Sie bereits schwanger sind, ist die Überprüfung des Antikörper-Titers sehr sinnvoll. Denn dann gewinnen wir Zeit und Sicherheit, falls es zu einem Kontakt mit einem windpockeninfizierten Kind kommen sollte.
Wichtig nur für Frauen mit engem Kontakt zu Kleinkindern
Die Zytomegalie, auch Cytomegalie geschrieben, gehört zu den häufigsten Virusinfektionen, die Kinder während der Entwicklung im Mutterleib schädigen können. Schätzungen zufolge sind weltweit zwischen 0,2 bis 0,4 % aller Neugeborenen mit CMV, dem Erreger der Zytomegalie, infiziert. Dennoch wissen die wenigsten Frauen über Zytomegalie Bescheid oder darüber, dass es sogar eine Möglichkeit der Vorsorge gibt.
Von den jährlich rund 700.000 Schwangeren in Deutschland hatten etwa die Hälfte in ihrem Leben noch keinen Kontakt zu CMV. Mindestens 1% dieser Frauen steckt sich jedoch während der Schwangerschaft erstmals damit an, also etwa 3400 Frauen. Das Risiko, dass auch das Kind infiziert wird, beträgt über 40%. Folgen einer Infektion bei ungeborenen Kindern können Wachstumsverzögerungen, Gehirnentzündungen, Leber- und Milzvergrößerung, Schwerhörigkeit oder Augenschäden sein. Jedes Jahr sterben sogar einige Kinder an den Folgen einer Erstinfektion der Mutter während der Schwangerschaft.
Auch wenn die Kinder infizierter Mütter bei der Geburt gesund sind, können sie später noch erkranken; am häufigsten entwickeln sich bei etwa 15% der Kinder Hörstörungen.
Mit einer Blutuntersuchung kann getestet werden, ob eine Frau bereits Antikörper gegen das Zytomegalie-Virus hat oder nicht. Da diese Untersuchung nicht in den Mutterschaftsrichtlinien enthalten ist, muss sie in der Regel selbst bezahlt werden. Nur wenn Auffälligkeiten beim Ungeborenen bereits aufgetreten sind, wird der Test als Kassenleistung durchgeführt.
Stellt sich bei der vorsorglichen Blutuntersuchung heraus, dass die Frau noch nicht mit CMV infiziert ist, sollte der Test alle 8-12 Wochen wiederholt werden.
Einfache Hygieneregeln können dabei helfen, sich nicht anzustecken:
Wer in Kinderklinken oder in Kindereinrichtungen tätig ist, hat ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Bei Kleinkindern wird das Virus mit dem Urin und Speichel ausgeschieden, ohne dass bei ihnen Krankheitszeichen sichtbar wären. Daher wird regelmäßiges gründliches Händewaschen mit warmem Wasser und Seife empfohlen, z.B. nach Windelwechseln, Füttern oder Kontakt mit Speichel.
Tassen, Löffel, Gläser etc. möglichst nicht gemeinsam mit Kindern benutzen und Gegenstände und Oberflächen, die mit Urin und Speichel von Kleinkindern in Kontakt kamen, reinigen.
Noch mehr Informationen finden Sie in dem Erklärfilm unter www.starkgegencmv.de
Eine Listeria-Infektion ist eine vergleichsweise seltene Infektionskrankheit, die durch kontaminierte tierische und pflanzliche Lebensmittel oder den unmittelbaren engen Kontakt mit Tieren hervorgerufen wird. Eine Infektion von der Mutter auf ihr Kind erfolgt über die Plazenta oder direkt beim Geburtsvorgang durch eingeatmetes Fruchtwasser. Die Erreger sind aber auch in der Scheide und im After vorhanden und können durch Schmierinfektion weiter gegeben werden.
Meist verläuft die Infektion mit leichten grippeähnlichen Symptomen (mäßigem Fieber, geringem Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen). Die übertragenen Bakterien verursachen eine Entzündung des Mutterkuchens, von dem aus die Infektion auf das ungeborene Kind übergeht. Je früher der Fötus mit dem Erreger infiziert ist, desto geringer sind seine Überlebenschancen (Infektion verschiedener Organe z.B. Hirn, Leber, Lunge oder Totgeburt). Findet eine Infektion im letzten Schwangerschaftsdrittel statt, ist ein Überleben des Kindes möglich. Gehäuft kommt es aber dann zu Frühgeburten. Aber auch unter der Geburt und nach der Geburt kann sich das Kind infizieren und an Listeriose erkranken.
Eine diagnostische Erkennung und Wertung einer Listerieninfektion ist äußerst schwierig. Als Material wird das Blut der Schwangeren, Fruchtwasser, Plazentamaterial untersucht. Häufig nimmt die Infektion aber ihren schicksalshaften Verlauf, da sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Wenn eine Listeriose erkannt wurde- bei Mutter oder Kind- ist eine antibiotische Therapie unbedingt notwendig und hilfreich. Dennoch muss bei 30% der Fälle mit einem Versagen der Therapie und dem Tod des Fötus gerechnet werden.
Als Schutz wird generell empfohlen, folgende Lebensmittel zu meiden, die ein höheres Risiko für Kontamination mit dem Erreger aufweisen.
- Rohmilch und Rohmilchprodukte
- Weichkäse wie Schmierkäse, Camembert, Harzer Roller, Roquefort, Brie, etc. (vor allem die Rinde davon)
- Frischkäse (Ricotta, Feta)
- abgepackte Wurstabschnitte in Folie, speziell Salami
- Streichwurst, Wurst- und Fleischpasteten, rohes Fleisch (Tatar)
- roher Fisch, Meeresfrüchte (z.B. Sushi, Austern, Muscheln)
- kalt geräucherter/fermentierter Fisch, z.B. Lachs
- Sandwich
- Angebrochene Proben von Mayonnaisen und Salatdressing
- Speisen, die nach dem Kochen lange (>24 Stunden) aufbewahrt wurden
- grüner Salat
Weitere Maßnahmen der Küchenhygiene:
- Händewaschen mit warmen Wasser und Seife vor und nach dem Umgang mit Fleisch, Gemüse, Salat und anderen möglicherweise besiedelten Materialien,
nach dem Toilettengang, nach Kontakt mit Geld und Tieren - saubere Handtücher, eventuell Einmalhandtücher verwenden
- getrennte Küchenbretter für Fleisch, rohes Gemüse und verzehrfertige Speisen verwenden
- Messer und Geräte sorgfältig reinigen bevor andere Lebensmittel bearbeitet werden
- Tiefkühlkost nicht langsam, sondern schnell in der Mikrowelle auftauen lassen
- Speisen sorgfältig erhitzen
- zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen im Kühlschrank rohe Lebensmittel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln lagern
- verschimmelte Lebensmittel wegwerfen
- Kühlschrank regelmäßig mit Haushaltsreiniger auswaschen und desinfizieren
- Haustiere generell vom Küchenbereich fernhalten
Zusammenfassung:
- Schwangere haben ein 12-mal höheres Risiko, an Listerien zu erkranken
- Listerien können bei der Mutter, beim ungeborenen Kind und bei Neugeborenen schwere Infektionen mit bleibenden Schäden oder sogar Todesfälle verursachen
- Eine Listerieninfektion wird nur sehr schwer und oft zu spät erkannt
- Wird eine Listerieninfektion erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden
- Prävention (Vorbeugung) ist die sicherste Maßnahme für die Schwangerschaft
- Lebensmittel meiden, die Quelle für Listerien sein können
- Einhaltung einer strengen Küchenhygiene
Wichtige Informationen
Nachfolgend finden Sie einige Internetseiten die Ihnen in Ihrer Schwangerschaft helfen können.
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